e-Bundesanzeiger
Tags: e-bundesanzeiger, elektronische bundesanzeiger, transparenz

Endlich mal eine feine Sache, die die Transparenz auch in Deutschland fördert, was Unternehmensdaten angeht - der elektronische Bundesanzeiger.

Leider führen die vielen Erleichterungen für kleine und mittlere Gesellschaften nicht gerade zu einem überbordenden Durchblick, was den Bereich Gewinn- und Verlustrechnung angeht, aber immerhin, kann man anhand der Verlustvorträge oder Gewinnvorträge erkennen, wie gewirtschaftet wurde.

Wie ich meine ein erster guter Indikator, um sogenannten Schaumschlägern auf die Spur zu kommen, oder aber auch um potenzielle Geschäftspartner einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit Sicherheit nicht sonderlich aktuell aber sehr gut, um die Historie zu betrachten.

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Internet schon beim Volk angekommen?
Tags: volksinternet

Betrachtet man die letzten Internet-Strukturdaten, die die Forschungsgruppe Wahlen e.V. über das Quartal IV 2008 veröffentlicht hat nur oberflächlich, so könnte man schon zu dem Schluss kommen, denn mittlerweile nutzen 66% der Gesamtbevölkerung das Internet:

Betrachtet man aber diese Grafik ein wenig genauer, so stellt man fest, dass gerade die für die Kaufentscheidungen wichtigen Frauen mit 58% recht stark unterrepräsentiert sind. Auch ist die Nutzungsintensität aller Nutzer, die über 10h pro Woche (sprich weniger als 1,5h pro Tag) ins Internet gehen mit 25% relativ gering:

Auch verzeichnen wir immer noch eine starke Verknüpfung Alter und Bildung/Berufsgruppen mit der Internetnutzung:

Auch ist die Nutzung, wenn überhaupt das Internet genutzt wird, relativ beschränkt auf wenige Bereiche des täglichen Lebens:

FAZIT:

- fast jede zweite Frau nutzt noch nicht das Internet

- fast 25% der über 40Jährigen nutzen noch nicht das Internet

- für 75% ist das Internet noch nicht täglich Brot (Nutzung <10h pro Woche)

- wenn das Internet genutzt wird, dann als Informationsquelle, Onlinebanking oder gewohnte Onlineeinkäufe

Was folgere ich daraus? Das Internet ist bei Weitem noch nicht da angekommen, wo uns viele Gurus weiss machen wollen. Wir sind noch weit entfernt vom "Volksinternet".

Phänomene von grossen sozialen Netzwerken können somit nur auf wenigen Intensivnutzern beruhen und spiegeln somit bei weitem nicht das Potenzial wider, welches noch nicht gehoben ist.

 

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Spezialisierung - Chancen anhand eines Spezialversicherer-Beispiels
Tags: chance in der spezialisierung, haftpflicht bäckerei, haftpflicht bäckereien, haftpflicht konditorei, haftpflicht konditoreien, shb, spezialversicherer shb-versicherung, spezialversicherung bäckerei, spezialversicherung konditoreien, versicherung bäckereihandwerk

Gerade in Zeiten der Krise und der Stagnation scheint Wachstum unmöglich. Aber bei genauerer Betrachtung kann man feststellen, dass Firmen, die sich spezialisieren sehr gut durch die Krise kommen - und nicht nur das, sie haben auch sehr gute Chancen auf weiteres Wachstum.

Ich möchte an dieser Stelle ein wahrscheinlich nicht auf der Hand liegendes Beispiel bringen. Wussten Sie, dass es Spezialversicherer gibt? Jetzt werden Sie sagen - klar - für die Chemieindustrie etc. Wussten Sie aber auch, dass dies bis auf Branchen runtergebrochen werden kann?

Ein sehr schönes Beispiel ist der Spezialversicherer SHB-Versicherung in Königswinter. Er hat sich vornehmlich auf das Bäckereihandwerk fokussiert und dort einen wahrscheinlichen Marktanteil von derzeit 25% erreicht. Er bietet dabei speziell für Bäckereien und Konditioreien folgendes an:

  • Allgemeine Haftpflicht
  • Sachsubstanzschäden wie:
    Feuer-, Einbruch-, Leitungswasser-, Sturm-, Elektronik-, Maschinenschäden
  • Ausfallschäden bei:
    Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm, Maschinenbruch und Seuchengefahr

Versicherungsschutz kann für jedes Wagnis einzeln, in gebündelter Form oder in der SHB-Spezialpolice als Multirisk-Vertrag beantragt werden.

Während bei der Einzelversicherung und in der Form der Bündelung Versicherungssummen für den Ersatz der Sachwerte und der Ausfallentschädigung festgelegt werden, wird bei der SHB-Spezialpolice aus der Umsatzsumme des Unternehmens die Versicherungssumme gebildet. Sie wird einmal für den Sachsubstanzschaden und ein weiteres Mal für den Ausfallschaden zur Verfügung gestellt.

Die Beiträge richten sich nach der Größe des Betriebes. Wenn Sie Angebote wünschen, teilen Sie uns entweder die gewünschte Versicherungssumme für die technische und kaufmännische Einrichtung sowie den Wert der Warenvorräte oder Ihren Umsatz mit.

Die einzelnen Versicherungen klingen jetzt erst mal nicht spannend - die Details machen den Unterschied und führten auch dazu, dass diese Versicherung von den entsprechenden Innungen empfohlen wird.

Ich denke, diese Richtung sollte man auch in anderen Branchen einmal weiterdenken, anstatt immer nur nach dem Staat zu rufen.

Wenn Sie sich für eine entsprechende Spezialversicherung interessieren, sprechen Sie einfach vertrauensvoll Frau Korte an.

 

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DLD (Digital, Life, Design) 2009 - Fazit
Tags: dld, dld 2009 fazit, hubert burda, internet kostenpflichtig, page impressions, tkp, utopia, verleger

 

"You get lousy pennies on the web"

Damit brachte es der Verleger Hubert Burda auf den Punkt.

Werbefinanzierte Internetplattformen sind ein Trugschluss, der schon seit dem Platzen der ersten Internetblase m.E. hätte erkannt sein sollen.

Aber nein, immer und immer wieder investieren sogenannte Experten in diese Plattformen und Geschäftsmodelle. Und oh Wunder - Milliarden PIs (Page Impressions) lassen sich nicht für einen TKP (Tausender Kontakt Preis) von 50 EUR mehr verkaufen, nein nicht einmal mehr für 5 EUR, nein nicht einmal mehr für 0,50 EUR. Oh Schreck, warum hat das denn keiner vorher gesagt?

Mal ehrlich liebe Leser - warum sollte es im Internet ein Wirtschaftsleben ausserhalb der Realität geben? Warum sollten dort andere Gesetze gelten?

Das Internet ist ein Werkzeug, ein Medium. Ein Medium, um potenzielle Kunden zu erreichen. Um normale Geschäftsmodelle zu fördern oder klassische Geschäftsmodelle mit diesem Medium zu verlängern. Es ist kein Utopia mit eigenen Regeln. Es unterliegt den Marktgesetzen. Und diese sagen, man muss für Leistungen bezahlen. Die "alles kostenlos" Mentalität - und der dumme Werbekunde bezahlt - muss enden. Qualität, gewisse Services, Mehrwert wird den Internet-Nutzer in Zukunft Geld kosten.

Autsch, sage ich da was Unbequemes? Ja, mag sein, aber so ist es mal im Leben:

Fahr ich mit dem Zug, erkaufe ich mir eine Dienstleistung und muss diese bezahlen - kein Mensch erwartet, dass diese Zugfahrt jemand anderes über Werbung finanziert.

Wenn dies eine Erkenntnis dieser Conference ist - dann sage ich nur Bravo Herr Dr. Hubert Burda - besser hätte ich es nicht ausdrücken können!

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Konzept der D-School - was muss ich bei der Entwicklung von Innovationen beachten?
Tags: entwicklung von innovationen, konzept d-school, weinberg

Auf dem Blog von Kolja Hebenstreit fand ich folgenden sehr interessanten Vortrag zum Thema Design Thinking.

Klingt erst mal total abgehoben, ist es aber nicht. Im Prinzip verdeutlicht es, wie man bei Neuanfängen in der Wirtschaft idealerweise vorgehen sollte - vor allem auch dann, wenn man Innovationen entwickeln will:

 

  • Achten Sie auf einen komplementären Gene Pool!
    • multidisziplinäre Gruppe vs nur Investmentbanker oder nur ITler
    • Männer & Frauen statt „Boy Group“
    • Mix aus Senior (Erfahrung) und Junior (unverbrauchter Blick) Personen
    • entwickeln Sie eine gemeinsame Kultur
  • Denken und arbeiten Sie in Iterationen!
    • Starten Sie mit der Vision und brechen Sie dann herunter
    • Bauen Sie Prototypen
    • Holen Sie sich früh Feedback
    • Seien Sie bereit den Prototypen / die Idee anzupassen
  • Customer Focus!
    • Definieren Sie Ihre Zielgruppe (Personas oder Customer Jobs)
    • Sprechen Sie mit Ihren Kunden
    • Beobachten Sie sie beim Benutzen Ihres Produktes
    • Stellen Sie Fragen die Ihren Horizont erweitern – nicht nur einfache Bestätigung geben

Gut, es sind keine bahnbrechenden Neuheiten - all diese Punkte finden sich auch in der Strategielehre, dem Controlling oder auch der Vertriebslehre wieder. Aber es bringt vieles auf den Punkt und fasst gut zusammen.

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